Forstwissenschaften TU München, Projektausarbeitung Paulownia

Maximilian Mohr


Mohr+PartnerBüro für Umweltschutz &

Kommunikation 

Im Hinterfeld 17a

63654 Büdingen

Paulownia

Dieser Teil des Waldbaukompendiums soll einen Überblick über Holzbiologie, Verwendung und Waldbau der Paulownia verschaffen.

 

Paulownia – Holzbiologie

Im Folgenden wird der Bereich Holzbiologie der Paulownia tomentosa mit all seinen
Bereichen abgehandelt.

  1. Einführung

Die ursprüngliche in China beheimatete Baumart Paulownia wird im europäischen und nordamerikanischen Raum als forstwirtschaftlich nutzbarer Baum immer interessanter. Sein größter Vorteil gegenüber anderen Baumarten ist das extrem schnelle Wachstum in Verbindung mit ausgezeichneten Holzeigenschaften. Die Paulownia oder auch Blauglockenbaum gehört zu der Familie der Paulowniacaeae (Blauglockenbaumgewächse) und wurde nach der russischen Großfürstin und späteren niederländischen Königin Anna Paulowna benannt. Weitere Namen für Paulownia sind „kiri“ (Japan), „Chinese empress tree“ (England), „arbre d'Anna Paulowna“ (Frankreich) und „mao pao tong“ (China). (Roloff, Weisgerber und Lang 2006). Die „European and Mediterranean Plant Protection Organization“ (2002). kennzeichnet die Paulownia mit dem Kürzel „PAZTO“. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern ist hauptsächlich die Paulownia tomentosa
verbreitet, denn diese Art weist von den insgesamt 23 Arten die beste Frosthärte auf (CABI 2008, Mosandl und Stimm 2014, Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

In folgender Ausarbeitung wird, solange nicht anders beschrieben, nur die Art Paulownia tomentosa behandelt, daher ist der Ausdruck „Paulownia“ mit der Art „Paulownia
tomentosa“ gleichzusetzen.

  1. Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Paulownia tomentosa liegt in Zentral- bis Westchina (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden), wo sie in Höhenlagen von 500 bis 1.800 m ü. NN vorkommt. Dort
toleriert sie Temperaturen von - 20 °C bis + 40 °C bei einem Jahresmittel von 11 °C bis 17 °C. Ihr Wuchsoptimum erreicht sie bei langanhaltenden Wärmeperioden mit durchschnittlichen Tageswerten von 24 °C bis 29 °C. Eine große Spreitung liegt bei den jährlichen Niederschlagsmengen vor, diese reichen von 500 bis 1.500 mm, wobei einzelne Regionen auch bei geringeren Niederschlagsmengen besiedelt werden, wenn der Niederschlag
überwiegend in der Hauptwachstumsphase fallen (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

Durch ihren Lichtbaumart-Charakter benötigt die Paulownia einen vollsonnigen aber
windgeschützten Standort mit tiefgründigem, gut drainierten Lösslehm oder sandigem Lehmboden. Der optimale pH-Wert liegt im Bereich von 7,8 bis 8,2. Standorte mit einem pH-Wert unter 5, hohem Grundwasserstand (höher als 1,5 m) oder einer Salzkonzentration von > 0,3 % werden nicht besiedelt. In Mitteleuropa gedeiht die P. tomentosa daher am besten im Weinbauklima, da sie dort vor strengen Frösten und Spätfrösten geschützt ist und dort höhere Durchschnittstemperaturen sowie eine längere Sonnenscheindauer herrscht (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

1834 wurde die Paulownia erstmals in Europa (Frankreich) kultiviert und neun Jahre später kam sie in Deutschland (Hamburg) das erste Mal in den Handel. Einige Jahre später gelangte sie schließlich auch nach Nordamerika, wo sie sich im Laufe der Jahre erfolgreich
einbürgerte. In Deutschland kann der Erstnachweis im Wald auf etwa 1926 datiert werden: 1976 wurde in Geisenheim (Hessen) ein 50 - jähriges Exemplar nachgewiesen, welches nicht aus einer menschlich geschaffenen Fläche entstammt. Bisher ist der Baum in Deutschland hauptsächlich auf städtischen Flächen (Parks, botanische Gärten) anzutreffen, jedoch nimmt sein Flächenanteil auf den forstlichen und landwirtschaftlichen Flächen immer mehr zu. Dies liegt auch an der verstärkten Forschung an der Paulownia in den letzten Jahren. Aktuell sind größere Bestände nur in Baden- Württemberg und in Hessen vorhanden.
Private Landwirtschaftsunternehmen, wie zum Beispiel WeGrow mit acht Plantagenstandorten in Deutschland, haben das hohe Wuchspotential der Paulownia entdeckt und führen durch Anlage von Plantagen zur Etablierung in der deutschen Naturlandschaft (Nehring, et al. 2013, CABI 2008, WeGrow 2018).

Fehler: Referenz nicht gefunden zeigt das aktuelle Verbreitungsgebiet der Paulownia tomentosa (CABI 2008), wobei die Farbe des Nachweises jeweils einen Hinweis auf das Invasivitätspotential gibt. In Deutschland steht die Paulownia auf der grauen Liste des Bundesamtes für Naturschutz und gilt daher als potenziell invasive Art. Denselben Status erhielt die Art in der Schweiz. In Amerika und Neuseeland wurde die Paulownia bereits als invasiv eingestuft, da sie durch ihr hohes Reproduktions- und Ausbreitungspotenzial ein hohes Invasivitätspotential
aufweist (European and Mediterranean Plant Protection Organization 2002). Dieses Potential kann jedoch erst durch ausreichende Lichtverfügbarkeit auf den Flächen ausgeschöpft werden. In Deutschland ist durch die Konkurrenz mit heimischen Baumarten nicht mit einer Invasivität zu rechnen. Eine Ausnahme können hierbei Offenlandflächen bilden (Stimm, Heinrichs und Mosandl 2015).

  1. Beschreibung

Die Pionierbaumart Paulownia tomentosa ist ein großer Laubbaum mit einer schirmförmigen Krone und erreicht eine Höhe von 12 bis 15 m, maximal 25 m. Zehnjährige Bäume
können bei agroforstlichen Anbau einen mittleren Brusthöhendurchmesser (BHD) von 35 bis 40 cm erreichen. Die höchste Wuchskraft weist sie mit 20 bis 30 Jahren auf, die meisten Bäume sterben bereits im Alter von 60 – 70 Jahren ab. Durch ihr sympodiales Wachstum wird eine forstliche Wertholzproduktion erschwert (vgl. Kapitel Wertholzplantage) (Stimm, Heinrichs und Mosandl 2015).

    1. Blätter, Knospen und junge Triebe

Nach Roloff et al (2006) können die Blätter (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden links) wie folgt beschrieben werden: sie sind gegenständig angeordnet und 15 bis 20 cm lang gestielt, zwischen 12 und 30 cm lang und beinahe ebenso breit, bei kräftigen Jungpflanzen können die Blätter auch Größen von über 50 cm erreichen. Die herzförmige Spreite ist ganzrandig und weist oftmals zwei schwach ausgebildete basale, stumpfe Seitenlappen auf. Die Unterseite ist mit filzig grauen bis graubraunen Baumhaaren versehen und die Nervatur ist deutlich erhaben. Die Blätter bleiben meist bis zum ersten Frost am Baum, eine Herbstfärbung tritt jedoch nicht auf.

Oberhalb der kreisförmigen oder elliptischen Blattnarben findet man im Winter die kleinen und wenig erhabenen Knospen (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden rechts). Eine Endknospe tritt bei der Paulownia nicht auf. Junge Triebe sind anfangs grün und werden im Laufe der Zeit olivfarben, sind mit kurzen Härchen behaart und verfügen über große, helle Lenticellen. Das Mark ist weiß und durchgehend oder unregelmäßig gekammert und besonders bei Schösslingen hohl.

    1. Blüten, Früchte und Samen

Anfang Mai erblühen die glockenförmigen, hellvioletten Lippenblüten am bis zu 35 cm
langen Thyrsus. Bereits im Spätsommer kommt es zur Ausbildung der Blütenknospen,
weshalb die Blüte ausbleiben kann, wenn es im vorhergehenden Jahr zu Spätfrösten kommt. Ab einem Baumalter von 10 bis 15 Jahren kommt es zur Fruktifikation. Die etwa
2 - 4 cm großen, eiförmigen Fruchtkapseln sind ledrig und behaart. Sie sind am Ende verholzt und bleiben den Winter über am Baum. Bei ihrer Öffnung Anfang Januar (bei sonnigem Wetter) werden die etwa 3.200 Samen, die in einer Kapsel enthalten sind, anemochor verbreitet. Die Samen sind etwa 3 – 4 mm lang. Das Tausendkorngewicht liegt bei 0,17 bis 0,25 Gramm. Eine Vermehrung ist generativ und vegetativ möglich (vgl. Kapitel Pflanzenvermehrung) (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

    1. Rinde und Borke

Die Rinde der Paulownia ist graubraun. Die Borke ist kleinfeldrig netzartig strukturiert bis längsrissig (vgl. Fehler: Referenz nicht gefundenFehler: Referenz nicht gefunden) und wie die Rinde graubraun bis grau gefärbt.

Die Äste sind stark windbruchgefährdet und können schon bei reicher Fruchtbildung zu Zweigbrüchen neigen. Astnarben oder Wunden verheilen schlecht und eine Überwallung findet nur in geringem Maße statt. Bei älteren Bäumen kann es zu Degenerierung des zentralen Holzkörpers kommen, wodurch Hohlstämme entstehen (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

    1. Wurzeln

Die Paulownia verfügt über ein gut entwickeltes und weitreichendes Wurzelsystem,
welches in Bodentiefen von 0,8 bis 1,0 m vordringen kann. Es kommt nicht zur Ausbildung einer dominierenden Hauptwurzel, sondern viele Wurzeln unterschiedlicher Stärken und Tiefen dringen mit verschiedenen Winkel in den Boden ein. Oberflächennahe Wurzeln
wachsen im Radius von 0,5 m (teilweise 4 m) sehr dicht um den oberirdischen Stamm,
während die Seitenwurzeln ab etwa 0,4 m Bodentiefe deutlich über die Kronenprojektionsfläche hinauswachsen. Der Blauglockenbaum scheint mit Mykorrhizapilzen in Symbiose zu treten, jedoch gibt es hierzu keine spezifischen Informationen (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

  1. Waldschutz

Vor allem in ihrem Ursprungsland China wurden bereits einige Arbeiten zum Thema Waldschutz angefertigt. In Deutschland kommen verschiedene Schädlinge vor, die im Folgenden anhand von Roloff et al (2006) und Mosandl und Stimm (2014) dargelegt werden.

    1. Abiotische Faktoren

Gegenüber Schwefeldioxid und Ozon erwies sich die P. tomentosa im Vergleich zu anderen Baumarten als weitgehend tolerant. Frühfrost ist besonders in künstlichen Anbaugebieten ein Problem, da durch unausgereifte Pflanzenteile geschädigt werden und Frosttrocknis auftreten kann. Der Blauglockenbaum neigt zu Sonnenbrand, weshalb starke Sonnenexposition, insbesondere auf südlichen Expositionen vermeiden werden sollte

    1. Insekten

In Zentralchina verursacht besonders der Thylactus simulans, der zur selben Familie wie der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora nobilis) gehört, eine Entwertung des
Holzes. Bei vereinzelten Funden in Deutschland erwiesen sich die Paulownien bisher als widerstandsfähig. Die Imagines von Anomala antiqua und A. corpulenta verursachen als Herbivoren einen Fraßschaden an den Bäumen. Keimlinge und Jungpflanzen werden durch die Raupen der Agrotis ypsilon und A. toxionis befallen.

    1. Pilze

Jungpflanzen können an Keimlings- und Wurzelfäule erkranken (hervorgerufen durch
Rhizoctonia solani sowie Fusarium- und Pythium-Arten). Nach der Infektion zeigen die
Sämlinge dunkle, sich rasch vergrößernde Flecken und sterben ab.

    1. Bakterien

Die krankhafte Verzweigungshypertrophie durch Mykoplasmen führt vor allem in China und Japan zum Austrieb vieler Knospen an stark gestauchten Sprossabschnitten (Hexenbesen). Der Befall führt bei jungen Pflanzen zum Absterben, ältere Baume verzeichnen deutliche Zuwachsverluste. Bereits infiziertes Material und pflanzensaugende Insekten (z.B.
Empoasca flavescens) können die Krankheit übertragen. Eine wirksame Bekämpfung ist
bisher nicht möglich, jedoch gibt es bereits Erfolge bei der Resistenzzüchtung. Phytosanitäre Maßnahmen sind daher als vorbeugende Maßnahme unabdingbar.

    1. Viren

Bei Paulownien konnten das Gurken- und das Tabakmosaik-Virus nachgewiesen werden, Typische Symptome sind Deformierung und Verfärbung der Blätter sowie Wachstumsbeeinträchtigung.


 


 

  1. Holzeigenschaften

Im Folgenden werden die makroskopischen und mikroskopischen Eigenschaften des
Holzes erläutert.

    1. Makroskopische Beschreibung

Das ringporige oder halbringporige Holz hat deutlich erkennbare Zuwachsgrenzen (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden). Der Kern ist blass graubraun, mit gelegentlicher rötlicher oder violetter Färbung. Das Splintholz ist etwas heller und blasser, wobei eine eindeutige Abgrenzung nicht
gegeben ist. Ein ausgeprägter Geruch des Holzes ist nicht vorhanden. Die sehr groben
Gefäße verleihen der Paulownia ein sehr poröses aussehen (Meier 2016, Roloff, Weisgerber und Lang 2006, Richter und Dallwitz 2000).


 

    1. Mikroskopische Beschreibung

Fehler: Referenz nicht gefunden zeigt die Mikrochtonschnitte der Paulownia tomentosa in Quer-, Tangential- und Radialausrichtung (von links nach rechts).

Die Gefäße sind ohne spezielle Anordnung gruppiert und meist in kurzen (zwei bis drei
Zellen) radialen Reihen. Mit einem Gefäßdurchmesser von 200 bis 300 µm im Frühholz weist die Paulownia einen großen bis sehr großen Gefäßdurchmesser auf, was zu ihrem porösen Aussehen führt. Die einfachen Gefäßtüpfel treten wechselständig auf und sind vergleichsweise klein. In kleinen Gefäßen sind spiralförmige Gefäßverdickungen vorhanden. Eine dünnwandige Vertyllung der Gefäße findet statt. Das strangförmige Axialparenchym besteht aus zwei bis fünf Zellen pro Strang, ist etwa drei Zellen breit und somit breiter als die Holzstrahlen. Die homo- oder heterozellularen Holzstrahlen sind zwei bis fünf Zellen breit und ihre Höhe beträgt bis zu 500 µm (Richter und Dallwitz 2000).

    1. Physikalische und mechanische Eigenschaften

Durch ihre Rohdichte von 0,25 bis 0,30 g/cm3 (im Mittel 0,28 g/cm3) und ihre hohe Festigkeit wird das Holz der Paulownia als „Aluminium der Hölzer“ bezeichnet. Kein anderes Holz kommt mit so geringem Gewicht auf eine annähernd so hohe Festigkeit oder anders herum. Mit einem Flammpunkt von 420 °C wird das Holz gerne in Bereichen eingesetzt, welche besonders hohe Anforderungen an den Brandschutz stellen (vgl. Kapitel Holz als Werkstoff). Zum Vergleich: Fichtenholz weist einen Flammpunkt von 280 °C auf. Die nachfolgenden Tabellen zeigen charakteristische physikalische und mechanische Eigenschaften im Vergleich zu heimischen Hölzern (Schröder 2018, Thomas o. D.).

Bei der Rohdichte (Tabelle 1) zeigt sich, dass die Paulownia ein sehr leichtes Holz ist. Im Vergleich hierzu ist unsere heimische Pappel, die mit einer Rohdichte von 0,40 g/cm³ als Baumart mit sehr leichtem Holz gilt, weit entfernt vom Wert der Paulownia (Roloff, Weisgerber und Lang 2006).

Tabelle 1 Rohdichtevergleich (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/317758862_Physical_and_mechanical_properties_of_paulownia_tomentosa_wood_planted_in_hungaria und Seminar „Waldbau und Holzqualität“ (TUM, Vorlesungsunterlagen WS 2017/18)

Holzarten

Rohdichte (lutro) in g/cm3

Mittelwert

Grenzwert

Laubhölzer

Paulownia

0,28

0,22 – 0,30

Eiche

0,69 – 0,71

0,43 – 0,96

Buche

0,71 – 0,72

0,54 – 0,91

Nadelhölzer

Fichte

0,46 – 0,47

0,33 – 0,68

Kiefer

0,52

0,33 – 0,89


 


 

In Tabelle 2 werden verschiedene mechanische und physikalische Eigenschaften von Baumarten verglichen.

Tabelle 2 Vergleich verschiedener Kennwerte (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/317758862_Physical_and_mechanical_properties_of_paulownia_tomentosa_wood_planted_in_hungaria und Seminar „Waldbau und Holzqualität“ (TUM, Vorlesungsunterlagen WS 2017/18)

Holzarten

Elastizitätsmodul aus Biegeversuch [N/mm2]

Zugfestigkeit längs [N/mm2]

Druckfestigkeit längs [N/mm2]

Biegefestigkeit [N/mm2]

Bruchschlagarbeit [kJ/m2]

Härte nach Brinell [N/mm2] längs/quer

Laubhölzer

Paulownia

5000

64 – 80

42 - 62

31 - 40

-

26/9

Eiche

11.700 – 13.000

90 – 110

52 – 65

88 – 95 – 110

60 – 75

64 – 66/34 – 41

Buche

14.000 – 16.000

135

53 – 60 – 62

105 – 120 – 123

100

72/34

Nadelhölzer

Fichte

11.000

90-95

43 – 45 – 50

66 – 78 – 80

46 – 50

32/12

Kiefer

11.000 – 12.000

100 - 104

45 – 47 - 55

85 – 87 - 100

40 - 70

40/19


 

Die Dauerhaftigkeit der Paulownia wird als mäßig eingestuft und gehört somit zur Dauerhaftigkeitsklasse 2-3 oder 3. Eine Prüfung der Dauerhaftigkeit nach DIN EN 68800 wurde bisher nicht durchgeführt.

Tabelle 3 Dauerhaftigkeit (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/317758862_Physical_and_mechanical_properties_of_paulownia_tomentosa_wood_planted_in_hungaria und Seminar „Waldbau und Holzqualität“ (TUM, Vorlesungsunterlagen WS 2017/18)

Holzarten

Dauerhaftigkeitsklasse

Laubhölzer

Paulownia

2 - 3

Eiche

2

Buche

5

Nadelhölzer

Fichte

4

Kiefer

3 – 4


 

Beim Quell- und Schwindverhalten unterscheidet sich der Blauglockenbaum nur unwesentlich von heimischen Baumarten.

Tabelle 4 Quell- und Schwindverhalten (Quelle: http://www.wood-database.com/paulownia/ und Seminar „Waldbau und Holzqualität (TUM, Vorlesungsunterlagen WS 2017/18)

Holzarten

Differantielles Schwind-/Quellmaß [%] je 1% Holzfeuchteänderung im Bereiche von u = 5 % bis u = 20 %

radial

tangential

t/r

Laubhölzer

Paulownia

0,24

0,39

1,6

Eiche

0,16

0,36

2,2

Buche

0,20

0,41

2,1

Nadelhölzer

Fichte

0,19

0,39

2,1

Kiefer

0,19

0,36

1,9


 

 

Paulownia – Verwendung

Die Baumart Paulownia kann aufgrund ihrer Eigenschaften sehr gut stofflich verwertet werden. Im Folgenden sollen die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten dargelegt werden.

Genutzt wird die Paulownia in Asien bereits seit mehreren Tausend Jahren (Kiri-tree 2017).

Dort gilt der Blauglockenbaum als Symbol für Wertschätzung, Glück und Fruchtbarkeit.
Traditionell wurde zur Geburt von Mädchen ein Baum gepflanzt, der bei ihrem Auszug zu einem Möbelstück für den eigenen Haushalt verarbeitet wurde (Nobel Tree 2018, Schröder 2018).

 

  1. Blüten, Blätter und Rinde

Bei der Paulownia kann nicht nur das Holz genutzt werden, sondern auch Blätter, Blüten und Rinde.

Blätter und Blüten werden beispielsweise als proteinreiches Viehfutter verwendet. Hierbei sind die Eigenschaften des Futters mit solchem aus Luzernen vergleichbar. Bei einem
8-10-jährigen Baum können Erträge von bis zu 100 kg Futter erreicht werden (Mosandl und Stimm 2014). Ein weiteres Nebenerzeugnis aus Paulownia-Anbau ist Honig, dessen Geschmack als mandelig - vanillig bzw. Akazienhonig-ähnlich beschrieben wird. Aus einem Hektar Anbaufläche können bis zu 1.000 kg Honig gewonnen werden (Paulownia development 2018). Desweiteren werden Pflanzenteile in der Arznei- und Kosmetikindustrie benutzt, beispielsweise als blutdrucksenkendes Mittel, bei asthmatischen Erkrankungen oder auch gegen Hauterkrankungen beim Schwein (BaumWoodCH 2016, Green Afforestation International Network Sdn Bhd 2018). Die Rinde wird zudem als Färbemittel genutzt (ESPAN 2012).

 

  1. Holz

Seine Eigenschaften machen Paulownia-Holz zu einem vielseitig einsetzbaren Rohstoff.

    1. Holz als Werkstoff

Durch seine hohe Stabilität und sein geringes Gewicht eignet sich das Holz des Blauglockenbaums hervorragend für den Innenausbau von Häusern, Flugzeugen, Yachten oder Wohnwägen (Green Afforestation International Network Sdn Bhd 2018). In Deutschland sind
Möbelstücke aus Paulownia zunehmend verbreitet. Eine einfache Internetrecherche mit den Suchbegriffen „Paulownia Möbel“ liefert diverse Verkaufsangebote. In Japan werden Kimonoschränke traditionell aus Paulowniaholz gefertigt, da das Holz schwer entflammbar ist (Li und Oda 2007). In Asien wird das Holz zudem als Bodenbelag genutzt, jedoch bedarf solch Boden besonderer Pflege, da die Oberfläche des Holzes sehr weich und damit anfällig für Kratzer ist (Schröder 2018). Die hobb® Holzveredlung GmbH & Co. KG aus Niedersachsen hat 3 bzw. 5 schichtige Vollholz Leichtbauplatten mit Paulownia entwickelt (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden) und dafür 2013 Patent angemeldet. Durch die Verwendung von Paulownia in der Mittelschicht werden die Holzeigenschaften dieser ausgenutzt, die Außenschichten aus Furnier oder HPL (high pressure laminate) können nach Wunsch des Käufers gestaltet werden (hobb® Holzveredlung GmbH & Co. KG 2018). Das Holz hat dank seiner großen Gefäße gute Isoliereigenschaften und wird für den Bau von Saunen verwendet (Paulownia Bulgarien 2018). Durch das geringe Gewicht ist das Holz optimal für die Verwendung als Transportbox geeignet, da die Transportkosten durch das leichte Behältnis geringgehalten werden können. Bei Sargherstellern ist Paulownia-Holz wegen seiner Leichtigkeit und seiner Symbolik geschätzt.

Paulownia-Holz hat sehr gute Klangeigenschaften und wird daher für den Bau von Musikinstrumenten verwendet (Nobel Tree 2018, Paulownia Bulgarien 2018). Die guten Schwimmeigenschaften des Holzes und ihre Unempfindlichkeit gegenüber dauerhafter Aussetzung von (Salz-) Wasser macht den Blauglockenbaum zum idealen Rohstoff für die Herstellung von Surfbrettern, Kayaks und anderen dem Wasser ausgesetzten Sportutensilien. Auch Ski- und Snowboardkerne werden aus Paulownia-Holz gefertigt (Treeme 2018).

Durch seine langen Fasern wird der weiße Zellstoff in den USA gerne genutzt (Kiri-tree 2017).

 

 

 

    1. Holz als Energieträger

Das Holz des Blauglockenbaums eignet sich neben der Verwendung als Werkstoff sehr gut als Energieträger. Das Holz hat, trotz seines hohen Flammpunktes, einen guten Heizwert (Schmid 2013). Durch seine Schnellwüchsigkeit und Stockausschlagfähigkeit eignet sich der Baum gut für die Anlage von Kurzumtriebsplantagen zur energetischen Nutzung (vgl. Kapitel Kurzumtriebsplantage). Das Potential der Pflanze wurde auch von Investoren bzw.
großen Firmen erkannt. RWE Innogy Cogen GmbH betreibt beispielsweise in Spanien eine 235 ha große Paulownia-Plantage für seine Biomasse-Kraftwerke (RWE Innogen Coben GmbH o. D.).

Das Holz kann zu Briketts, Hackschnitzeln oder Pellets verarbeitet werden.
Hinsichtlich der zunehmenden Nachfrage nach Pellets und der damit einhergehenden Preissteigerung aufgrund von begrenzter Rohstoffverfügbarkeit beschäftigte sich
Wenghoefer (2014) mit der Eignung von Paulownia als Beimischung für Miscanthus-Pellets. Dank des geringen Aschegehalts von Paulownia (< 1 Masse-Prozent (M.-%)) im Vergleich zu anderen Baumarten, die in Kurzumtriebsplantagen angepflanzt werden (Pappel oder Weide mit jeweils > 2 M.-%), erfüllen Mischholzpellets aus Miscanthus und Paulownia die DIN-Norm für Kleinfeueranlagen für Endverbraucher (DIN_EN 14961-2 (A2)).

 

    1. Preise

Aktuelle und für Deutschland bzw. Europa geltende Preisangaben zu finden gestaltet sich schwierig. Dies liegt dies daran, dass in Deutschland und Mitteleuropa nur sehr wenige
Sägewerke überhaupt Paulownia-Holz einschneiden. Als Grund hierfür wird der fehlende
Absatzmarkt sowie die fehlende Rohstoffverfügbarkeit genannt. Die in Bad Tölz ansässige Firma Moralt hatte die Produktion eines Paulownia-Sortiments geplant, welche trotz ausreichender Nachfrage eingestellt werden musste (Moralt AG 2018).

Die Preisangaben aus dem Internet sind hoch: ein Furnierwerk in Italien hat im August 2012 für einen Kubikmeter Paulownia-Holz 700 € gezahlt (Paulownia development 2018). Eine andere Website wirbt mit Stammholzpreisen von 300 €/m³ (MyTreeInvest 2018). Auf der Seite des chinesischen Onlineshops Alibaba werden Paulownia-Bretter für umgerechnet etwa 300 – 1.000 €/m³ gehandelt (Alibaba 2018). Eine weitere Quelle (The Farm) nennt für 2003 in China Preise von umgerechnet etwa 300 – 700 €/m³ je nach Holzqualität und in Australien für sehr gute Qualitäten sogar Kubikmeterpreise von bis zu 2.500 €. Ein Surfbrett aus Paulownia kann auf der Internetseite von MyTreeInvest (2018) für 1.000 €
erstanden werden.

 

Paulownia - Waldbau

  1. Ursprüngliche Verbreitung

Die Gattung Paulownia tomentosa kommt ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum. Sie wird in ihrem natürlichen Verbreitungsraum zur Energieholznutzung aber auch zur Produktion von Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Dabei erfolgt die Holzproduktion überwiegend in Form von Plantagenwirtschaft. Heute wird sie ebenfalls in Nord und Mittelamerika in Plantagen angebaut (American Paulownia Association 2012).

  1. Geschichte der Nutzung in Deutschland

Im Jahr 1834 wurden erste P. tomentosa Pflanzen von Japan nach Mitteleuropa, genauer nach Frankreich in den „Jardin des Plantes“ in Paris überführt, wo diese im Jahr 1841 zum ersten Mal blühte (Roloff, Weisgerber und Lang 2006). Ende des 19. Jahrhunderts wird
P. tomentosa zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen. Auf Grund der Vorliebe für warme Regionen hat sich die Baumart zu Anfang im Westen Deutschlands in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit Erfolg anbauen lassen und hielt den dort herrschenden Standortbedingungen stand. Im beginnenden 20. Jahrhundert lag noch kein waldbaulicher Fokus auf P. tomentosa. Sie wurde vielmehr aufgrund ihrer großen rosafarbenen Blüten in Arboreten und botanischen Gärten eingebracht. Später fand sie in Westdeutschland forstliche Verwendung außerhalb von Gärten (Mosandl und Stimm 2014).

Hinsichtlich der aktuellen Prognosen zum Klimawandel in Deutschland kann davon ausgegangen werden, dass sich die klimatischen Bedingungen hin zu einem wärmeren Klima
positiv auf die Kultivierungschancen von P. tomentosa auswirken können. Um hierzu weitere Erkenntnisse zu gewinnen, läuft seit 2009 am Lehrstuhl für Waldbau der TU München ein Anbauversuch der fünf in Deutschland vorkommenden Arten P. tomentosa, fortunei, elongata, catalpifolia, shang tong. Diese wurden anhand eines Klimagradienten in drei
verschiedenen Anbaugebieten von Unterfranken über Oberbayern bis Niederbayern angepflanzt. Erkenntnisse zum Wuchsverhalten der unterschiedlichen Paulownia Arten sowie ertragskundliche Erkenntnisse sollen hierbei festgestellt werden (Stimm, Heinrichs und Mosandl 2015)

  1. Standortbedingungen

P. tomentosa ist ausgesprochen wärmeliebend (Stimm, Stiegler, et al. 2013), gedeiht aber auch in kälteren Umgebungen. Alle für Pionierbaumarten nötigen Eigenschaften treffen ebenfalls auf diese Baumart zu. Vollsonnig und windgeschützt sollten die Standorte sein. Je wärmer die vorherrschende Jahresdurchschnittstemperatur ist, desto besser. Das Wuchsoptimum von P. tomentosa liegt innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets in einem Temperaturbereich zwischen 11 und 17 °C (Roloff, Weisgerber und Lang 2006). Jungpflanzen sind stark Früh- und Spätfrost gefährdet, während ältere Pflanzen die angegebene Tiefsttemperatur aushalten können. Erfährt eine Pflanze Tiefsttemperaturen, so erfrieren die nicht verholzten Pflanzenteile, was, je nach Alter der Pflanze, unterschiedlich gravierende Auswirkungen hat. Im größten Schadensfall an Jungpflanzen reagiert die Pflanze (sofern ihre Ressourcen dies hergeben) mit Stockausschlag. In Mitteleuropa zeigten sich die besten Wuchsergebnisse im Weinbauklima (Mosandl und Stimm 2014).

Besonders gut gedeiht sie auf hochproduktiven Ackerböden. Sollte die Verwendung von
P. tomentosa in einer Wertholzplantage angestrebt werden, so empfiehlt sich hierbei die Benutzung solcher Böden.

  1. Pflanzenvermehrung

Grundsätzlich kann P. tomentosa vegetativ und generativ vermehrt werden. Die jeweiligen Vor- und Nachteile werden im Folgenden erklärt.

    1. Generative Vermehrung

Die generative Vermehrung erfolgt mittels Samen der Parentalgeneration. In den mittel-
europäischen Breitengraden benötigt P. tomentosa zur Bildung der ersten Blüte mindestens vier Jahre, während die volle Fruktifikationsfähigkeit auch erst deutlich später
eintreten kann. Durch die mit der generativen Vermehrung einhergehende Merkmals-
variabilität entsteht eine entsprechende Inhomogenität der Nachkommen, was zugleich Vor- und Nachteil sein kann. Gewünschte Wuchseigenschaften können bei einzelnen Pflanzen verändert auftreten oder gänzlich ausbleiben. Dies kann allerdings hinsichtlich der Anfälligkeit durch Schadeinflüsse (Bakterien-, Viren-, Pilz-, Insektenbefall) auch ein Vorteil sein, da hierdurch in gewissem Maße eine Risikoverminderung stattfindet, da Schadorganismen auf keinen „homogenen“ Bestand hinsichtlich des Genoms treffen (Henke 2015).

    1. Vegetative Vermehrung

Die Vor- und Nachteile der vegetativen, also genetisch identischen Vermehrung sind hinreichend bekannt. Bei P. tomentosa kommen sowohl Wurzelschnittlinge als auch Gewebekulturen zur Vermehrung in Frage. Dabei wird der Weitergabe von Krankheiten aus dem Gewebematerial der Mutterpflanze durch die regelmäßige Kontrolle des Ausgangsmaterial begegnet. Bei Virosen kann dies allerdings durch Kontrolle nicht vermieden werden, da ein latentes Vorhandensein von Viren im Muttergewebe unter Umständen nicht auffällt, bis es zu einem Krankheitsausbruch kommt (Henke 2015).

Im Zuge der Anfertigung von Wurzelschnittlingen werden der Mutterpflanze im Herbst einzelne, vitale Wurzeln von 5 - 7 cm Länge entnommen. Diese werden in Wuchsrichtung markiert und senkrecht in Pflanztöpfe eingepflanzt. Mit diesem Verfahren können in kurzer Zeit viele, genetisch identische Nachkommen angefertigt werden. Das Verfahren ist einfach und kostengünstig. Der Nachteil der Weitergabe von Krankheiten tritt im Zuge der Vermehrung durch Wurzelschnittlinge besonders auf, da hierfür ganze Wurzelabschnitte unverändert zu neuen Pflanzen werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Pflanzgutvermehrung ist die Vermehrung über Gewebekulturen. Diese Technik basiert auf dem Umstand, dass Pflanzen in der Lage sind aus isoliertem Zellgewebe funktionsfähige Pflanzen zu entwickeln. Hierbei wird (stark vereinfacht) der Mutterpflanze Gewebe aus einzelnen Organen entnommen und in einer sterilen Nährumgebung kultiviert. Die resultierende Pflanze wird anschließend vorgezogen, bis sie in einem „auspflanzfähigen“ Zustand ist (Henke 2015).

Ein Vorteil dieser Art der Vermehrung ist, dass durch die Isolation des Gewebes ein Pathogenbefall besser behandelt werden kann. Dies hat zur Folge, dass bei Pflanzen aus Gewebekulturen das Risiko einer Krankheitsübernahme der Mutterpflanze gering ist. Allerdings ist dieses Verfahren aufwändig und kostenintensiv. Die Vermehrung über Gewebekulturen wird meist nicht zur Massenvermehrung von Pflanzen, sondern in der Forschung angewandt (Hortipendium 2012).


 

  1. Mögliche Betriebsarten

Die Art der Bestandsbegründung hängt im Wesentlichen von der späteren Betriebsart und den zur Verfügung stehenden, lokalen Standortbedingungen ab. Waldbauliche Anwendung findet P. tomentosa meist zur Energieholzproduktion in Kurzumtriebsplantagen (KUP) oder zur Wertholzproduktion in Plantagen mit längerem Umtrieb. Weiterhin kann der Blauglockenbaum in einer regulären Bestandsstruktur als Pionierbaumart eingebracht werden (Stimm 2018).

    1. Kurzumtriebsplantage

KUPs können sowohl auf Wald- als auch auf Agrarstandorten angelegt werden. Paulownia eignet sich dank ihres raschen Jugendwachstums sehr gut zur Biomasseproduktion. Die Eigenschaft der sympodialen Verzweigung schränkt hierbei die Nutzung nicht ein, da ein gerader Stamm nicht nötig ist. Soll eine KUP maschinell bearbeitet werden, empfiehlt sich ein Pflanzverband von 1,5 x 3 m, was einer Pflanzzahl von 2.222 Pflanzen/ha und einem kreisförmigen Standraum von rund 1,8 m² je Pflanze entspricht. Bei motormanueller Bearbeitung der Plantage eignet sich ein Pflanzverband von 2 x 2 m. Dies entspricht einer Pflanzzahl von 2.500 Pflanzen/ha. Vor der Pflanzung muss der Boden gelockert und von Begleitvegetation befreit werden (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017).

Je nach Güte des Standorts kann die erste Holzernte nach drei Jahren erfolgen. Aufgrund der Standortbedingungen hierzulande sollte für eine nachhaltige Ertragssicherung ein Jahr länger gewartet werden. Bereits bei der Holzernte wird die entnommene Biomasse zu Hackschnitzeln verarbeitet (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017).

    1. Wertholzplantage

Neben der Eignung zur Biomasseproduktion erlauben die Holzeigenschaften von P. tomentosa ebenfalls eine Schnittholznutzung. Die dafür nötigen Stammformen lassen sich gut in Wertholzplantagen erzeugen (vgl. Fehler: Referenz nicht gefundenFehler: Referenz nicht gefundenFehler: Referenz nicht gefunden). Auf wüchsigen Standorten in Deutschland liegt die Umtriebszeit bei 12-15 Jahren. Hierbei ist ein mittlerer BHD von 35 – 40 cm zu erwarten (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017). Die Holzernte erfolgt in der Regel maschinell oder motormanuell.

 

Damit schnittholzfähige Stammformen erzeugt werden können, muss das sympodiale Verzweigungssystem von P. tomentosa durch Astung ausgeglichen werden. Die Durchführung der Astung wird im Kapitel Pflege näher beschrieben. Zwei Komponenten sind für die Produktion von Wertholz mit P. tomentosa entscheidend: die Astfreiheit, welche durch die angesprochene Astung geschaffen wird sowie eine gleichbleibende Jahrringbreite über den gesamten Stammquerschnitt (vgl. Fehler: Referenz nicht gefundenFehler: Referenz nicht gefunden).

Für die Wertholzproduktion ist eine Z-Baum-Auswahl mit anschließenden Pflegedurchforstungen nötig. Hierfür werden derzeit zwei Pflanzverbände präferiert (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017). Bei dem einen werden 833 Pflanzen in einem Abstand von 3 x 4 m gepflanzt und nach der Hälfte der Umtriebszeit (U/2) durchforstet. Das andere Verfahren sieht eine Pflanzung von 1.250 Bäumen im Verband 2 x 4 m vor, die während der Umtriebszeit zweimal durchforstet werden. Bei beiden Verfahren bleiben am Ende der Umtriebszeit 416 Bäume in einem Pflanzverband von 6 x 4 m erhalten. Während bei der ersten Methode die Pflanzkosten durch geringere Anzahl an Setzlingen geringgehalten werden kann, ist die Wuchsregulierung durch den einmaligen Eingriff nur bedingt möglich, das Risiko von wertmindernden Jahrringsprüngen kann nicht vermieden werden. Bei der zweiten Methode wird durch die beiden Eingriffe eine gleichmäßigere Jahrringverteilung erzielt und das Holz, das beim zweiten Eingriff entnommen wird, kann, im Vergleich zu einer Entnahme nach U/2, höherpreisig verkauft werden.

    1. Regulärer Bestand

Es ist weiterhin denkbar, dass in Zukunft P. tomentosa im Zuge der regulären Forstwirtschaft in Bestände auf Waldstandorten Einzug hält. Diesbezüglich wird eine Einbringung während der künstlichen Begründung von Beständen, äquivalent zu anderen Pionierbaumarten empfohlen (Stimm, Heinrichs und Mosandl 2015). Praktisch empfiehlt sich also die gruppenweise Einbringung von P. tomentosa während der Pflanzung eines Bestandes auf angepassten Standorten. Dies ist bei der Bestandsbegründung zu berücksichtigen, da der jeweilige Pflanzort groß genug und frei von Beschattung sein muss (Burschel und Huss 1987). Nähere Ausführungen zur Verjüngungspflege von P. tomentosa finden sich im Kapitel Pflege.

    1. Exkurs: Intercropping

Das Verfahren des „Intercropping“ ist ein modernes agroforesting Verfahren, welches
besonders in sonnenreichen und windexponierten Regionen zur Anwendung kommen kann. Hierbei werden Agrarflächen, auf welchen ein „regulärer“ Ackerfruchtanbau stattfindet von einer oder mehrerer Reihen P. tomentosa eingefasst (vgl. Fehler: Referenz nicht gefunden). Dieses kombinierte Verfahren zur Holz und Ackerfruchtproduktion hat mehrere Vorteile. Zum einen können die an den Ackerrändern gepflanzten Blauglockenbäume als Windbrecher wirken, was den Bodenabtrag durch Winderosion verringert. Zum anderen wird durch Bäume eine andere Bodentiefe erschlossen, Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zwischen Baum und Ackerfrucht wird ausgeschlossen. Durch die Bodensymbiosen mit Mykorrhiza kann es zu positiver Beeinflussung der Bodengüte kommen. Das auf den Ackerrandstreifen produzierte Holz kann mit dem Bodenertrag der landwirtschaftlichen Nutzung mithalten, weshalb ebenfalls ein finanzieller Anreiz vorliegen kann (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017).

  1. Pflege

Bei einem Anbau von P. tomentosa in Deutschland ist eine besondere Pflege der Pflanzen nötig. So ist zu Beginn eines Anbaus, unabhängig von der Betriebsart, die Bodenvegetation zu entfernen beziehungsweise auf ein verträgliches Maß zurückzudrängen und zu kontrollieren. Dieser Pflegeaufwand basiert auf dem Umstand, dass Paulownien i.d.R. einige Wochen nach der umgebenden, hier heimischen, Begleitvegetation mit dem Wachstum
beginnt. Dadurch kann sie im Konkurrenzkampf um Licht leicht ins Hintertreffen geraten und eingehen. Während der ersten drei Anbaujahr empfiehlt sich ein viermaliges Mähen pro Jahr (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017).

Soll Wertholz produziert werden, muss zur Herstellung eines sägefähigen Stammes der sympodiale Wachstumsverlauf durch jährliche Astung ausgeglichen werden, sodass ein
sägefähiges Stammstück produziert werden kann. P. tomentosa ist stockausschlagfähig. Hierbei kann der erste Jahrestrieb der Pflanze nach der Ernte sehr lang werden und verringert so den Astungsaufwand während der ersten beiden Meter des Stammes. Bei einer energetischen Nutzung entfällt die Astung (ebd.).

  1. Ertragskunde

P. tomentosa ist für deutsche Forstbetriebe zur Senkung des ökonomischen Risikos interessant, da durch deren Anbau die Produktpalette eines Betriebes um eine wertholzfähige und dennoch enorm raschwüchsige Baumart erweitert werden kann. Jahrringzuwächse von bis zu 2 cm und Höhenwachstum von bis zu 4 m im Jahr bei Jungpflanzen können
erreicht werden. Dadurch kann ein Baum nach 10 Jahren ein Volumen von 0,5 m³ erreichen. Die Kulmination des Zuwachses tritt auf Grund der kurzen Lebensdauer der Pflanze bereits nach 20 Jahren ein (Mosandl und Stimm 2014).

Ab Waldstraße ergibt sich ein Verkaufspreis pro Schüttraummeter (Srm) für Hackschnitzel von 17,00 € (CARMEN e.V. 2017). Die Holzerntekosten betragen etwa 12 € pro m³, was Kosten von 4,80 € pro Srm entspricht (Groß 2018). Die Astungskosten zur Produktion eines astfreien Stammes von 8 m über eine Umtriebszeit von 15 Jahren betragen 11,29 €/Baum1 (Bork 2014). Geastetes Wertholz vom Blauglockenbaum wird aktuell für rund 300 €/m³ gehandelt (Hartelt 2018). Dabei betragen die Holzerntekosten (motormanuell + Rückung) etwa 20 €/m³.

Nachfolgend wird für drei forstliche Nutzungsarten eine beispielhafte Ertragsrechnung durchgeführt.

    1. Hackschnitzel

Vor der Anlage von KUPs aufs Ackerboden müssen Saatbeete maschinell erzeugt werden. Handelt es sich bei der zu bepflanzenden Fläche um einen gepflügten Acker sind hierzu zwei Bodenbearbeitungsgänge nötig: Bearbeitung mit einem Zinkengrubber für etwa
90 €/ha und chemische Unkrautbekämpfung für etwa 10 €/ha (Unverdorben 2018). Nachdem ein Saatbeet hergestellt wurde, empfiehlt sich ein Pflanzverband von 1,5 x 3 m, also etwa 2.200 Pflanzen pro Hektar. Diese Pflanzen kosten in der Anschaffung rund 2,80 € (Cathaia International GmbH & Co.KG 2017). Für die Pflanzung wird ein Preis von
1 €/Pflanze angenommen. Aus den angegebenen Einzelkosten ergibt sich eine Kostensumme von 8.460 €. Über eine Umtriebszeit von 10 Jahre mit einem Zins von 2,5 % ergeben sich Gesamtkosten von 10.829 €2.

Nimmt man eine Gesamtwuchsleistung pro Baum von 0,25 m³ in 10 Jahren an, ergibt sich, bei 2.200 Bäumen pro Hektar, eine Gesamtwuchsleistung von 550 m³ pro Hektar. Die Umrechung von Kubikmeter auf Schüttraummeter erfolgt mit einem Faktor von 2,5. Auf dem angenommenen Bestand können also 1.375 Srm/ha Hackschnitzel produziert werden (Groß 2018).Die Holzerntekosten pro Srm betragen 4,80 € (Groß 2018) wodurch sich ein erntekostefreier Handelspreis für waldfrische Hackschnitzel von 12,20 € ergibt (Scherz 2018).

Bei einer Produktion von 1.375 Srm/ha können so 16.775 €/ha erwirtschaftet werden, wodurch ein Gewinn von 5.946 € erwirtschaftet werden kann.

    1. Wertholz, einmalige Durchforstung

Die Anlage einer Wertholzplantage erfordert die gleiche Bodenbearbeitung wie bei einer Pflanzung zur Hackschnitzelgewinnung. Es erfolgt eine Bestandsbegründung mit 833 Pflanzen pro Hektar, von die Hälfte als Z-Bäume am Endbestand teilnehmen sollen. Aus den hier ebenfalls anwendbaren Pflanzen und Pflanzkosten ergeben sich Begründungskosten von 3.150 €. Diese werden mit 2,5 % über 10 Jahre aufgezinst, woraus sich gezinste Begründungskosten von 4.000 € ergeben.

Zur erfolgreichen Bewirtschaftung einer Wertholzanlage ist eine jährliche Astung über
8 Jahre nötig. Bei Astungskosten von 1 € pro Laufmeter für die ersten 6 Meter und Astungskosten von 1,50 € für die letzten beiden Meter ergeben sich über die gesamte Umtriebszeit aufgezinste Astungskosten von 11,29 € pro Baum. Dies entspricht 4.700 € Astungskosten pro ha, sofern dadurch 416 resultierende Z-Bäume geastet werden.

Aufgrund des höheren Standraums kann auf gutem Boden mit einem Volumenzuwachs von 0,5 m³ pro Baum in 10 Jahren ausgegangen werden. Erfolgt die Stammzahlreduzierung nach fünf Jahren um 417 Bäume, ergibt sich ein Durchforstungsvolumen von 104 m³ bzw. 216 Srm. Bei einem Preis von 12,20 €/Srm können diese einen erntekostenfreien Erlös von 3.180 € erbringen. Der Abtriebserlös ergibt sich aus den am Endbestand teilnehmenden 416 Z-Bäumen, welche nach 10 Jahren ein Gesamtvolumen von 208 m³ haben. Dieses Holz kann für ca. 200 €/m³3 verkauft werden. Mit Holzerntekosten in Höhe von 20 €/m³ ergeben sich Gesamtkosten von 4.160 €/ha. Daraus ergibt sich nach Abzug der Begründungs-, Astungs- und Erntekosten, inkl. der Durchforstungserlöse, ein Gesamtgewinn von 33.940 € vor Steuern.

    1. Wertholzproduktion, zweimalige Durchforstung

Die Begründungskosten bei zweimaliger Durchforstung sind aufgrund der Pflanzzahl von 1.250 Pflanzen höher als bei der einmaligen Durchforstung. Die Z-Baum-Anzahl von 416 bleibt gleich. Bei identischen Bodenbearbeitungs- und Pflanzkosten ergeben sich Begründungskosten von 4.850 €. Diese erweitern sich mit 2,5 % Zins über 10 Jahre Umtrieb auf 6.200 €. Die Astung schlägt mit 4.700 € zu Buche. Die Durchforstungsmenge wird in dieser Variante auf zwei Durchforstungsgänge im Alter von vier und von sieben Jahren aufgeteilt, 83 bzw. 145 m³ Holz werden dabei entnommen. Durch Entnahme der 228 m³ (570 Srm) Holz können, bei einem Hackschnitzelpreis von 12,20 €/Srm, 6.954 € erzielt werden. Am Ende der Umtriebszeit können 208 m³ geerntet werden, die aufgrund von guter Qualität für 300 €/m³ verkauft werden können. Abzüglich Begründungs-, Astungs- und Erntekosten und inkl. Durchforstungserlöse ergibt sich demnach ein Gewinn von 54.315 € vor Steuern.

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1 Basierend auf Faustformel aus Waldbaukompendium, erweitert mit einer jährlichen Astung über acht Jahre.

2 Alle Berechnungen wurden nach (Bork 2014) durchgeführt.

3 Angeschätzter Preisabschlag von 100 €, da bei dieser Variante ein Risiko der Holzentwertung durch Jahrringsprünge besteht.